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Schulgartenprojekt Nanjara Primary School – Rombo-Distrikt

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Ein Schulgarten der Wissen und Ernährung zusammenbringt.

Das Schulgartenprojekt an der Nanjara Primary School ist eine gemeinsame Initiative von Pepea Empowerment Tansania e. V. und der tansanischen Partnerorganisation Livelihoods and Nature Solutions (LNS). Es wird durch das Förderprogramm „Eine Welt im Auswärtigen Amt e. V.“ (FEW) unterstützt und dient als Modellprojekt für nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und lokale Selbstversorgung im Rombo-Distrikt, Nordtansania.

Ziel ist die Anlage und Betreuung eines schulbasierten Lern- und Demonstrationsgartens, in dem Schülerinnen und Schüler praxisnah Kenntnisse über ökologischen Landbau, Ressourcennutzung und Ernährung erwerben. Begleitet wird das Projekt von Schulungen für Lehrkräfte und Eltern, um Wissen langfristig im Umfeld der Schule zu verankern. Die NGO LNS Moshi übernimmt die operative Umsetzung, fachliche Koordination und das kontinuierliche Monitoring. Die Leitung liegt bei Dr. Fidelcastor Kimario, der über umfangreiche Erfahrung im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft und Bildung verfügt.

Problem

Die Region Rombo ist stark von kleinbäuerlicher Subsistenzwirtschaft abhängig und zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen: unregelmäßige Niederschläge, Bodenerosion und rückläufige Erträge führen zu wachsender Ernährungsunsicherheit. Viele Schulen verfügen weder über ausreichende Mittel zur Beschaffung von Schulmahlzeiten noch über praxisorientierte Lernangebote zu Ernährung, Agrarökologie oder Ressourcenschutz.

Kinder kommen nicht nur hungrig zur Schule, sondern wachsen auch ohne Wissen über nachhaltige Ernährung und Gartenbau auf. Gleichzeitig fehlt es in vielen Familien an angepassten Bewirtschaftungstechniken, insbesondere an Zugang zu Bewässerung, hochwertigem Saatgut und organischem Dünger. Hier setzt das Projekt an: Es verbindet Umweltbildung mit praktischer Ernährungssicherung und Demonstration nachhaltiger Bewässerungstechnologien.

Lösung

Das „FEW School Garden – Sustainable Food & Irrigation Initiative“ hat in der ersten Phase den Grundstein gelegt: Auf einem 1.000 m² großen Areal der Nanjara Primary School wurde der bestehende Maisbestand
geerntet und 17 Gemüsebeete angelegt. Anschließend wurden 2.700 Setzlinge von Grünkohl (Sukuma Wiki) gepflanzt – eine ertragreiche, widerstandsfähige Sorte, die sich für den Schulunterricht und die Selbstversorgung eignet.

Wirkung

Das Projekt stärkt die Ernährungs- und Bildungssouveränität der Schule und der umliegenden Gemeinde. Die Kinder erwerben grundlegende Kenntnisse über Pflanzenbau, Ressourcenschonung und Umweltbewusstsein. Durch den direkten Anbau von Nahrungsmitteln wird die Schulspeisung unterstützt und der Ernährungszustand der Kinder verbessert.

Eltern profitieren über Workshops und den Austausch mit dem Projektkomitee von praxisnahen Anleitungen, die sie im eigenen Haushalt umsetzen können. So entsteht eine Multiplikatorwirkung, bei der Wissen über nachhaltige Landwirtschaft in die Gemeinde getragen wird.

Langfristig wird der Garten selbsttragend: Die erzielten Erträge decken Saatgut- und Instandhaltungskosten, Überschüsse können verkauft oder für weitere Gartenzyklen verwendet werden. Die Kombination aus Wissen, Eigenverantwortung und Infrastruktur (Tank, Zaun, Bewässerung) schafft
stabile Grundlagen, damit die Schule das Projekt unabhängig weiterführen kann.